Geranien für Bienen: So wird dein Balkon zum Insektenparadies!
Wer Wert auf einen insektenfreundlichen Garten legt, fragt sich oft: Sind Geranien für Bienen nutzlos? Die Antwort lautet: Nein! Wenn man die pflegeleichte Balkonkönigin richtig kombiniert, wird sie zum wertvollen Bestandteil eines lebendigen Ökosystems.
In diesem Ratgeber erfährst du, welche insektenfreundlichen Balkonblumen perfekt zu Geranien passen und wie du mit einem Insektenhotel auf Balkonen und Terrassen sowie im Garten Wildbienen und andere Nützlinge anlockst.
Das Wichtigste in Kürze
Kein Gegensatz: Geranien und Insektenschutz schließen sich nicht aus – es kommt auf die Geraniensorte beziehungsweise die Kombination mit anderen Sommerblumen an.
Nahrungsquelle im Spätsommer: Ungefüllte Geraniensorten bieten Pollen und Nektar genau dann an, wenn viele andere Blumen bereits verblüht sind.
Lockvogel-Effekt: Die leuchtenden Farben der Blütenblätter von Geranien locken Insekten an. In Kombination mit den richtigen Partnerpflanzen bietest du den Insekten so ein echtes Schlaraffenland.
Perfekte Partner: Kombinationen mit bienenfreundlichen Pflanzen wie Steppensalbei, Ehrenpreis oder Kräutern maximieren die Biodiversität auf kleinstem Raum.
Nachhaltige Klimakünstler: Als südafrikanische Überlebenskünstlerin blühen Geranien auch dann unermüdlich weiter, wenn andere Balkonpflanzen längst die Segel streichen.
Wohnraum schaffen: Ein DIY-Insektenhotel direkt im Blumenkübel bei Geranien und bienenfreundlichen Pflanzen wertet die Pflanzung auf vom reinen „Restaurant“ zum vollwertigen Lebensraum.
Der Geranien-Mythos: warum Kritik zu kurz greift
Die Behauptung, Geranien seien eine „grüne Wüste“, nutzlos für Bienen und Insekten, ist einseitig und veraltet. Wer mit der vorhandenen Vielfalt an Balkonpflanzen und Stauden umzugehen versteht, macht seinen Balkon gerade mit robusten Geranien zum Insekten-Hotspot.
Dicht gefüllte Zuchtsorten dienen tatsächlich primär der Optik. Doch bei einfachen und halbgefüllten Geranien (Pelargonien) sind die Staubgefäße frei zugänglich und halten Pollen sowie teilweise auch Nektar bereit. Besonders im Spätsommer, wenn viele heimische Wildblumen bereits verblüht sind und die Herbstblüher noch auf sich warten lassen, werden diese Blüten zur überlebenswichtigen Tankstelle für hungrige Insekten.
Hitzeresilienz als ökologischer Vorteil: die Geranie als Klimakünstler
Die Geranie stammt ursprünglich aus Südafrika und ist ein echter Sonnenanbeter. Sie speichert Wasser in ihren fleischigen Stielen und blüht weiter, wenn andere Pflanzen längst aufgegeben haben. In Zeiten von immer heißeren Sommern spielt die Geranie ihre wahre Stärke aus! Denn eine Pflanze, die im Hochsommer vertrocknet, bietet gar nichts mehr – weder Optik noch Nahrung.
Dazu kommt, dass viele Insektenpflanzen eine kurze Blütezeit haben. Ungefüllte Geranien liefern bis zum ersten Frost konstant Nachschub an Pollen und zum Teil auch Nektar. Sie schließen so die kritische Versorgungslücke im Gartenjahr. Nicht zuletzt verzeihen die beliebtesten Balkonpflanzen auch den einen oder anderen heißen Tag, an dem sie nicht gegossen werden. Das bedeutet weniger Gieß-Stress und ein dauerhaft schönes Zuhause für dich und die Nützlinge.
Insektenfreundliche Balkonpflanzen: mit dem Werbeschild-Prinzip Geranien geschickt kombinieren
Auch die Optik darf man nicht unterschätzen. Die leuchtenden Farben der Geranien locken Bienen, Schmetterlinge und andere Insekten aus der Ferne an. Einmal bei dir angekommen, entdecken die nützlichen Tierchen dann auch die anderen Schätze auf deinem Balkon. Die Geranie ist das Aushängeschild für dein gesamtes Ökosystem.
Die Geranie lockt an, die Partnerpflanzen füttern. So musst du dich nicht zwischen Ästhetik und Ökologie entscheiden. Wichtig: Achte beim Pflanzen im selben Gefäß auf gleiche Standortansprüche aller Partner und auf einen Abstand von etwa 20 Zentimetern zwischen den Gewächsen, damit sich alle Bewohner prächtig entfalten können. Unsere Lieblings-Kombinationen:
Quelle: www.meine-geranien.de

